Die vorgestellten Beschreibungsebenen sollen im weiteren Verlauf der Arbeit empirisch geprüft werden. Dafür bietet es sich an ein spezifisches rituelles Feld zu wählen, also „cultural domains in which rituals can be traced“ (Hoondert & Post, 2021, S. 2). Hoondert & Post (ebd.) differenzieren sechs rituelle Felder, wobei die Autor:innen von Überschneidungen ausgehen und betonen, dass rituelle Repertoires identifiziert werden können, die in mehreren Feldern in je eigener Ausprägung vorkommen (ebd.) Auch wenn alle rituellen Felder für eine Untersuchung des Verhältnisses von Medien und Ritualen gewinnbringend genutzt werden können, scheint das Feld der biografischen Ereignisse und speziell der Umgang mit Sterben, Tod und Trauer für eine Analyse am besten geeignet. Während alle anderen Felder nämlich eine Tendenz des Optionalen aufweisen, kann die Auseinandersetzung mit dem Tod als eine universell menschliche Erfahrung beschrieben werden, die dadurch transkulturelle, transreligiöse und historische Perspektiven ermöglicht (Kern et al., 2013, S. 3). Zudem scheint gerade dieses rituelle Feld einer erheblichen Dynamik ausgesetzt, insofern sowohl eine „Entritualisierung“ (Michaels, 2013, S. 13; Schäfer, 2011, S. 12) als auch eine „Neoritualisierung“ (Benkel, 2015, S. 353) des Todes beschrieben wird.

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Ritualisierte Praktiken im Kontext digitaler Trauer – eine Fallanalyse

  • Patrick Nehls

摘要

Die vorgestellten Beschreibungsebenen sollen im weiteren Verlauf der Arbeit empirisch geprüft werden. Dafür bietet es sich an ein spezifisches rituelles Feld zu wählen, also „cultural domains in which rituals can be traced“ (Hoondert & Post, 2021, S. 2). Hoondert & Post (ebd.) differenzieren sechs rituelle Felder, wobei die Autor:innen von Überschneidungen ausgehen und betonen, dass rituelle Repertoires identifiziert werden können, die in mehreren Feldern in je eigener Ausprägung vorkommen (ebd.) Auch wenn alle rituellen Felder für eine Untersuchung des Verhältnisses von Medien und Ritualen gewinnbringend genutzt werden können, scheint das Feld der biografischen Ereignisse und speziell der Umgang mit Sterben, Tod und Trauer für eine Analyse am besten geeignet. Während alle anderen Felder nämlich eine Tendenz des Optionalen aufweisen, kann die Auseinandersetzung mit dem Tod als eine universell menschliche Erfahrung beschrieben werden, die dadurch transkulturelle, transreligiöse und historische Perspektiven ermöglicht (Kern et al., 2013, S. 3). Zudem scheint gerade dieses rituelle Feld einer erheblichen Dynamik ausgesetzt, insofern sowohl eine „Entritualisierung“ (Michaels, 2013, S. 13; Schäfer, 2011, S. 12) als auch eine „Neoritualisierung“ (Benkel, 2015, S. 353) des Todes beschrieben wird.