So verlockend es ist, sich beim Nachdenken über die Zukunft der Medien auf das zu konzentrieren, was sich alles ändern könnte, so notwendig ist es, auch die Kontinuitäten im Blick zu behalten, die (längst) Vergangenes in die Zukunft einschreiben und sie maßgeblich prägen. Der Beitrag zeigt dies am Beispiel von Joseph Weizenbaums Kritik an der Künstlichen Intelligenz aus den 1970er-Jahren, die im Zuge des Hypes um ChatGPT und andere generative KI wieder an Aktualität gewonnen hat, obwohl sie über 50 Jahre alt ist. Weizenbaums Kritik kann somit als Antizipation der Zukunft durch Projektion der kritisierten Gegenwart gelesen werden, die von der Möglichkeit ihrer Kontinuität ausgehen musste. Der Beitrag schließt mit einer Diskussion, was dies für die Auseinandersetzung mit der Zukunft von KI – und der Kritik an ihr – bedeutet.

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Antizipation von Kontinuitäten: Joseph Weizenbaums Kritik an der Künstlichen Intelligenz als Zukunftsprognose

  • Christian Strippel

摘要

So verlockend es ist, sich beim Nachdenken über die Zukunft der Medien auf das zu konzentrieren, was sich alles ändern könnte, so notwendig ist es, auch die Kontinuitäten im Blick zu behalten, die (längst) Vergangenes in die Zukunft einschreiben und sie maßgeblich prägen. Der Beitrag zeigt dies am Beispiel von Joseph Weizenbaums Kritik an der Künstlichen Intelligenz aus den 1970er-Jahren, die im Zuge des Hypes um ChatGPT und andere generative KI wieder an Aktualität gewonnen hat, obwohl sie über 50 Jahre alt ist. Weizenbaums Kritik kann somit als Antizipation der Zukunft durch Projektion der kritisierten Gegenwart gelesen werden, die von der Möglichkeit ihrer Kontinuität ausgehen musste. Der Beitrag schließt mit einer Diskussion, was dies für die Auseinandersetzung mit der Zukunft von KI – und der Kritik an ihr – bedeutet.