Plädoyer für eine interkulturelle Didaktik im DaF-Unterricht in Notfallsituationen in Burkina Faso
摘要
Burkina Faso ist häufig Opfer von Naturkatastrophen und humanitären Krisen, die sich auch auf die Schulen auswirken. Neben den Folgen der Überschwemmungen, denen die Schüler am stärksten ausgesetzt sind, sind die Auswirkungen der zunehmenden Unsicherheit aufgrund des Terrorismus festzustellen, die zur Schließung von Tausenden von Bildungseinrichtungen führt und somit interne Umsiedlungen von Schülern und ihren Eltern verursacht. Im Hinblick auf die Bildung in Notfallsituationen befasst sich der vorliegende Beitrag mit der interkulturellen Didaktik, einem methodischen Ansatz für das Lehren und Lernen von Schulfächern, der die Zugehörigkeit oder den kulturellen Hintergrund der Lernenden berücksichtigt und ihre sozio-emotionale, soziokulturelle und soziolinguistische Integration in neue Lernumgebungen und neue didaktische Situationen erleichtert. Durch die Entwicklung kultureller, interkultureller, empathischer und soziokultureller Kompetenzen fördert die interkulturelle Didaktik die Resilienz, das Zusammenleben, den sozialen Zusammenhalt und die Friedenserziehung in der Klasse und außerhalb der Schule. Die vorliegende Untersuchung möchte darauf hinweisen, wie wichtig die Entwicklung neuer sozialer Lebenskompetenzen bei Schülerinnen und Schülern im Unterricht DaF ist, damit sie sich an neue dramatische Situationen in Notfällen und vor allem bei Binnenvertreibungen, Migrationen oder im Kontext von gewalttätigem Extremismus anpassen können. Die Umsetzung der interkulturellen Didaktik erfolgt über die Literaturdidaktik und die Didaktikliteratur.