„Zu Hause aber nicht Daheim“. Von der Situation und den Möglichkeiten afrikanischer Migrant*innen in Deutschland am Beispiel der kamerunischen Diaspora
摘要
Die Geschichte der Menschheit ist von Migrationen geprägt. Aus welchen Gründen die Menschen von einem Ort zum anderen, von einem Kontinent zum anderen ziehen, hängt unterschiedlich von ökonomischen, akademischen, sozio-politischen, naturbedingten oder von religiösen und kulturellen Gründen ab. Es liegt auf jeden Fall in der Natur des Menschen, freiwillig oder zwangsweise zu wandern und seit Ende des 20. Jahrhunderts hat sich die Mobilität der Bürger*innen der Welt durch die verbesserten Kommunikationsmöglichkeiten verbessert, verdichtet aber auch vervielfacht, obwohl in manchen Ländern und Kontinenten die Grenzen immer dichter werden. Die Migration ist zu einem globalen Phänomen geworden, das gesellschaftspolitisch gehandhabt wird, um Integrationsprozesse von Zugewanderten strukturell zu regulieren. Ziel des vorliegenden Beitrags ist es, auf der Basis einer empirischen Studie zum Migrationshintergrund der in Deutschland lebenden Kameruner*innen herauszustellen, vor welchen Herausforderungen Politik, Migrant*innen und Gesellschaften in Ziel- und Heimatland stehen und welche Perspektiven sich in einer mit Resilienz verbundenen Situation anbieten.