Der Beitrag nimmt die Rolle von Bewegungs-, Spiel- und Sportaktivitäten im Ganztag aus der Perspektive von Kindern in den Blick. Basierend auf einer qualitativen Untersuchung an offenen Ganztagsgrundschulen in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen wird die Bedeutung dieser Aktivitäten für das Erleben und die Entwicklung von Kindern anhand von Tandem-Interviews (N=90) erhoben und mittels qualitativer Inhaltsanalyse ausgewertet. Dabei zeigt sich, dass Bewegungs-, Spielund Sportaktivitäten nicht nur zahlreiche Erlebnispotenziale bieten, sondern auch zum körperlichen Wohlbefinden und zur sozialen Interaktion der Kinder beitragen und vielfältige Lernpotenziale eröffnen. Kinder in privilegierten Sozialräumen berichten von mehr Mitbestimmung und Teilhabe im Vergleich zu Kindern in benachteiligten Quartieren, die oft mit restriktiveren Regeln konfrontiert sind. Die Ergebnisse unterstreichen die Notwendigkeit, die Rahmenbedingungen für Bewegungs-, Spiel- und Sportmöglichkeiten im Ganztag zu verbessern und die heterogenen Bedürfnisse von Kindern stärker zu berücksichtigen. Darüber hinaus wird die Beziehung zwischen Kindern und pädagogischem Personal als zentraler Faktor einer gelingenden Ganztagsbildung hervorgehoben.

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Bewegung, Spiel und Sport im Ganztag – empirische Befunde zur Perspektive von Kindern

  • Nils Neuber,
  • Nils Kaufmann,
  • Miriam Kehne,
  • Ida Noetzel,
  • Elisabeth von Plettenberg,
  • Nicole Satzinger,
  • Stefan Schröder,
  • Jessica Süßenbach

摘要

Der Beitrag nimmt die Rolle von Bewegungs-, Spiel- und Sportaktivitäten im Ganztag aus der Perspektive von Kindern in den Blick. Basierend auf einer qualitativen Untersuchung an offenen Ganztagsgrundschulen in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen wird die Bedeutung dieser Aktivitäten für das Erleben und die Entwicklung von Kindern anhand von Tandem-Interviews (N=90) erhoben und mittels qualitativer Inhaltsanalyse ausgewertet. Dabei zeigt sich, dass Bewegungs-, Spielund Sportaktivitäten nicht nur zahlreiche Erlebnispotenziale bieten, sondern auch zum körperlichen Wohlbefinden und zur sozialen Interaktion der Kinder beitragen und vielfältige Lernpotenziale eröffnen. Kinder in privilegierten Sozialräumen berichten von mehr Mitbestimmung und Teilhabe im Vergleich zu Kindern in benachteiligten Quartieren, die oft mit restriktiveren Regeln konfrontiert sind. Die Ergebnisse unterstreichen die Notwendigkeit, die Rahmenbedingungen für Bewegungs-, Spiel- und Sportmöglichkeiten im Ganztag zu verbessern und die heterogenen Bedürfnisse von Kindern stärker zu berücksichtigen. Darüber hinaus wird die Beziehung zwischen Kindern und pädagogischem Personal als zentraler Faktor einer gelingenden Ganztagsbildung hervorgehoben.