In diesem Kapitel wird der gegenwärtige Prozess der Energieinfrastrukturentwicklung analysiert und strategischer und organisatorischer Reformbedarf identifiziert, um dem Ziel der Entwicklung eines 100%-Erneuerbare-Energiesystem gerecht zu werden. Zum anderen werden konkrete Hinweise für die Ausgestaltung einer Energieinfrastrukturentwicklung für ein 100%-Erneuerbare-Energiesystem gegeben, die sich strikt an der Einhaltung der Pariser Klimaziele und einem abgeleiteten CO2-Budget orientiert. Die Energieinfrastrukturentwicklung für ein 100%-Erneuerbare-Energiesystem erfordert strategische und organisatorische Reformen. Eine zielorientierte Systementwicklungsstrategie (SES) kann zentrale Weichen stellen, muss jedoch kohärenter mit „Klimaneutralitätszielen“ abgestimmt und operativ reformiert werden. Strukturelle Defizite, insbesondere die getrennte Planung von Strom und Gas, führen zu Fehleinschätzungen des Infrastrukturbedarfs. Die SES sollte auf einer integrierten, offenen Szenarienplanung basieren, Bürger*innenbeteiligung stärken und eine dezentralisierte Energieversorgung fördern. Der Fokus liegt auf 100%-EES, Berücksichtigung von Suffizienz-Szenarien und der Vermeidung fossiler Lock-ins, um das 1,5°C-Ziel zu erreichen.

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Energieinfrastrukturentwicklung für ein 100%-Erneuerbare-Energiesystem

  • Fabian Präger

摘要

In diesem Kapitel wird der gegenwärtige Prozess der Energieinfrastrukturentwicklung analysiert und strategischer und organisatorischer Reformbedarf identifiziert, um dem Ziel der Entwicklung eines 100%-Erneuerbare-Energiesystem gerecht zu werden. Zum anderen werden konkrete Hinweise für die Ausgestaltung einer Energieinfrastrukturentwicklung für ein 100%-Erneuerbare-Energiesystem gegeben, die sich strikt an der Einhaltung der Pariser Klimaziele und einem abgeleiteten CO2-Budget orientiert. Die Energieinfrastrukturentwicklung für ein 100%-Erneuerbare-Energiesystem erfordert strategische und organisatorische Reformen. Eine zielorientierte Systementwicklungsstrategie (SES) kann zentrale Weichen stellen, muss jedoch kohärenter mit „Klimaneutralitätszielen“ abgestimmt und operativ reformiert werden. Strukturelle Defizite, insbesondere die getrennte Planung von Strom und Gas, führen zu Fehleinschätzungen des Infrastrukturbedarfs. Die SES sollte auf einer integrierten, offenen Szenarienplanung basieren, Bürger*innenbeteiligung stärken und eine dezentralisierte Energieversorgung fördern. Der Fokus liegt auf 100%-EES, Berücksichtigung von Suffizienz-Szenarien und der Vermeidung fossiler Lock-ins, um das 1,5°C-Ziel zu erreichen.