Ziel des dritten Kapitels ist der Entwurf eines Theorierahmen, in dem subjektiver Journalismus sowohl theoretisch als auch konzeptionell entwickelt werden kann: Als forschungsleitende (Meta-)Perspektive dient zunächst der Konstruktivismus, dessen epistemologische Prämissen, Postulate sowie heuristische Potenziale für die Erforschung eines subjektiven Journalismus – im Sinne der (wissenschaftlichen) Beobachtung teilnehmender (journalistischer) Beobachter – destilliert werden. Anschließend werden zentrale Theorien der Journalismusforschung im Hinblick auf ihre Passgenauigkeit für das verfolgte Erkenntnisinteresse dekliniert und die damit verbundenen Untersuchungsziele kalibriert. Dabei kristallisieren sich innerhalb konstruktivistisch grundierter Journalismusforschung insbesondere handlungs- und praxistheoretische Ansätze heraus, die sich u. a. struktur- und kulturtheoretisch integrieren lassen und eine schrittweise Annäherung an den Forschungsgegenstand des subjektiven Journalismus erlauben, der sich dann als eine journalistische Figuration aus Akteurskonstellation, Relevanzrahmen und Praktiken konzeptionell fassen lässt. Auf diese Weise lässt sich subjektiver Journalismus als Figuration des subjektiven Handelns in der journalistischen Praxis modellieren.

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Entwicklung des theoretischen Bezugsrahmens: Ausgangspunkt Journalismusforschung

  • Janis Brinkmann

摘要

Ziel des dritten Kapitels ist der Entwurf eines Theorierahmen, in dem subjektiver Journalismus sowohl theoretisch als auch konzeptionell entwickelt werden kann: Als forschungsleitende (Meta-)Perspektive dient zunächst der Konstruktivismus, dessen epistemologische Prämissen, Postulate sowie heuristische Potenziale für die Erforschung eines subjektiven Journalismus – im Sinne der (wissenschaftlichen) Beobachtung teilnehmender (journalistischer) Beobachter – destilliert werden. Anschließend werden zentrale Theorien der Journalismusforschung im Hinblick auf ihre Passgenauigkeit für das verfolgte Erkenntnisinteresse dekliniert und die damit verbundenen Untersuchungsziele kalibriert. Dabei kristallisieren sich innerhalb konstruktivistisch grundierter Journalismusforschung insbesondere handlungs- und praxistheoretische Ansätze heraus, die sich u. a. struktur- und kulturtheoretisch integrieren lassen und eine schrittweise Annäherung an den Forschungsgegenstand des subjektiven Journalismus erlauben, der sich dann als eine journalistische Figuration aus Akteurskonstellation, Relevanzrahmen und Praktiken konzeptionell fassen lässt. Auf diese Weise lässt sich subjektiver Journalismus als Figuration des subjektiven Handelns in der journalistischen Praxis modellieren.