Die Bedrohung durch eine potenziell tödliche Viruserkrankung, die hohe Unsicherheit und die geringe Datenlage zu Beginn der COVID-19-Pandemie erforderten eine rasche wissenschaftliche Forschung und gleichzeitig die Information der Öffentlichkeit und der Politik über die neuesten Erkenntnisse, damit diese geeignete Schutzmaßnahmen ergreifen konnten. Die vermittelten Erkenntnisse galten in vielen Fällen als tentativ und ExpertInnen-Einschätzungen änderten sich zunächst fast täglich. Diese Situation eignet sich in besonderer Weise als Fallbeispiel für die soziale Erkenntnistheorie, da neu gewonnene Erkenntnisse fast ausschließlich als Testimonialwissen von ExpertInnen vorlagen und die Öffentlichkeit auf die Auskünfte der ExpertInnen angewiesen war.

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Die Glaubwürdigkeit der Wissenschaft in der COVID-19-Pandemie

  • Alexander F. Flohr

摘要

Die Bedrohung durch eine potenziell tödliche Viruserkrankung, die hohe Unsicherheit und die geringe Datenlage zu Beginn der COVID-19-Pandemie erforderten eine rasche wissenschaftliche Forschung und gleichzeitig die Information der Öffentlichkeit und der Politik über die neuesten Erkenntnisse, damit diese geeignete Schutzmaßnahmen ergreifen konnten. Die vermittelten Erkenntnisse galten in vielen Fällen als tentativ und ExpertInnen-Einschätzungen änderten sich zunächst fast täglich. Diese Situation eignet sich in besonderer Weise als Fallbeispiel für die soziale Erkenntnistheorie, da neu gewonnene Erkenntnisse fast ausschließlich als Testimonialwissen von ExpertInnen vorlagen und die Öffentlichkeit auf die Auskünfte der ExpertInnen angewiesen war.