Einleitung
摘要
Zwar dominiert eine distanzierte Haltung zu den Baurelikten der NS-Zeit unter zeitgenössischen Architekturhistoriker*innen nicht mehr, wie das Diktum des deutsch-britischen Kunsthistorikers Nikolaus Pevsner dies in der Nachkriegsrezeption 1963 schilderte. Allerdings bleibt der wissenschaftliche Diskurs mit faschistischen Architekturzeugnissen, vor allem mit nichtrealisierten Bauten, in der deutschen Forschungslandschaft bis heute weiterhin zurückhaltend. Während die bauhistorische Forschung ihren Blick auf die geplanten Projekte außerhalb des Untersuchungsrahmens von vorhandenen Papier- und Modellformen nicht wagt, finden zahlreiche narrative, gar interaktive Rekonstruktionsversuche von Bauvorhaben des Nationalsozialismus auf verschiedenen digitalen Plattformen statt, die mit starken visuellen Reizen und teilweise fragwürdigen Informationen überladen sind.