In der Geschlechterforschung ist die Erkundung wie die gesamte Arbeit funktions- und arbeitsteilig, sektoral und geschlechtlich organisiert wird ein traditionsreiches Feld. Unter den Vorzeichen der neoliberalen Vermarktlichung und sich wandelnder Geschlechterverhältnisse stellt sich auch heute die Frage wie Sorge- und Arbeitsarrangements, unter Anrufung welcher Macht- und Herrschaftsverhältnisse organisiert und legitimiert werden. Anhand der Entwicklungen in Österreich skizzieren wir, unter Rückgriff auf aktuelle empirische Befunde, die gegenwärtigen sozial- und familienpolitischen Entwicklungen und können hierdurch Ambivalenzen in der Organisation der Gesamtarbeit im österreichischen Wohlfahrtsstaat identifizieren. Unsere Analyse weist auf, dass sich Sorgelücken, aufgrund der Persistenz traditioneller und gleichzeitigem Aufkommen neuer neoliberaler Anforderungen, sowie einer unzureichenden institutionellen Sorgeinfrastruktur, zu Sorgekrisen verdichten. Diese werden durch vergeschlechtlichte Subjektivierung bearbeitetet, es zeigt sich wie das Geschlechterregime asymmetrisch in den Arbeits- und Sorgearrangements fortgeschrieben wird und konservative Geschlechternormen und Werte des Sorgens dies legitimieren.

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Sorge- und Arbeitsarrangements in Zeiten der Vermarktlichung. Ambivalente Entwicklungen am Beispiel des konservativen Wohlfahrtsstaates Österreich

  • Fabienne Décieux,
  • Kristina Binner

摘要

In der Geschlechterforschung ist die Erkundung wie die gesamte Arbeit funktions- und arbeitsteilig, sektoral und geschlechtlich organisiert wird ein traditionsreiches Feld. Unter den Vorzeichen der neoliberalen Vermarktlichung und sich wandelnder Geschlechterverhältnisse stellt sich auch heute die Frage wie Sorge- und Arbeitsarrangements, unter Anrufung welcher Macht- und Herrschaftsverhältnisse organisiert und legitimiert werden. Anhand der Entwicklungen in Österreich skizzieren wir, unter Rückgriff auf aktuelle empirische Befunde, die gegenwärtigen sozial- und familienpolitischen Entwicklungen und können hierdurch Ambivalenzen in der Organisation der Gesamtarbeit im österreichischen Wohlfahrtsstaat identifizieren. Unsere Analyse weist auf, dass sich Sorgelücken, aufgrund der Persistenz traditioneller und gleichzeitigem Aufkommen neuer neoliberaler Anforderungen, sowie einer unzureichenden institutionellen Sorgeinfrastruktur, zu Sorgekrisen verdichten. Diese werden durch vergeschlechtlichte Subjektivierung bearbeitetet, es zeigt sich wie das Geschlechterregime asymmetrisch in den Arbeits- und Sorgearrangements fortgeschrieben wird und konservative Geschlechternormen und Werte des Sorgens dies legitimieren.