Queering Academic Writing. Ein Plädoyer für Unordnung in akademischen Texten und queeres Zitieren
摘要
Der Beitrag bezieht sich auf das Konzept des ‚Queer(er)en Schreibens‘ (Waite 2019) und analysiert daraus zwei ausgewählte Elemente, die für akademische Texte unabdingbar sind: Struktur bzw. Ordnung und Zitation. Ich zeige, dass bestehende Ansätze, die sich mit der Vergeschlechtlichung von Wissenschaft und insbesondere mit dem wissenschaftlichen Schreiben beschäftigen, noch häufig in hierarchisierten und binären Kategorien verhaftet bleiben. Sie halten damit an bestehenden Ordnungsprinzipien fest, die Männlichkeiten privilegieren und die mit einer Anreicherung des Diskurses durch queere Perspektiven hinterfragt werden können. Statt also zu fragen, wie im Rahmen bestehender Normen wissenschaftlichen Schreibens feministisch agiert werden kann, analysiere ich mittels Stacey Waites Konzept des ‚Queer(er)en Schreibens‘ wie Ordnung und Zitation dazu beitragen die Normen aufrecht zu erhalten – und analysiere ihre Vorschläge für (Un)Ordnung in akademischen Texten und queere Zitation. Abschließend reflektiere ich meinen eigenen queeren Schreibstil – oder den (gescheiterten) Versuch dessen.