Einleitung
摘要
Eine unscheinbare Schülerin hat sich zum Ziel gesetzt in Princeton zu studieren. Dafür lernt sie fleißig und verdient nebenbei Geld im Diner ihrer Stiefmutter. Als eine Internetbekanntschaft sie auf dem Maskenball ihrer Highschool treffen will, zögert sie zunächst, hat dann jedoch einen wunderschönen Abend mit dem Unbekannten, der sich als Sport-Star der Schule herausstellt. Einer gefangenen Königstochter gelingt die Flucht aus der Burg der Königin. Verfolgt von den Anhängern ihrer Gegenspielerin flieht sie auf der Suche nach Verbündeten durch das Land. Ein vergifteter Apfel setzt sie kurzzeitig außer Gefecht, bis sie schließlich mit einer Armee zurückkehrt und die Königin im Zweikampf besiegt. Diese zwei Kurzzusammenfassungen könnten auf ein beliebiges High-School-Teen-Movie oder ein beliebiges Fantasy-Adventure-Movie zutreffen. Es sind jedoch jeweils zwei kleine Details, die Assoziationen mit bekannten Erzählungen hervorrufen. Das beim Verlassen des Balls verlorene Handy und der vergiftete Apfel wecken Erinnerungen an zwei Heldinnen, deren Geschichten schon unzählige Male erzählt wurden: Aschenputtel und Schneewittchen. Die Verweise auf die klassischen Märchenstoffe sind hier weder Zufall noch losgelöste Elemente, die als intertextuelle Referenz dem postmodernen Erzählen Tribut zahlen. Die Titel der Filme, A Cinderella Story (Rosman 2004) und Snow White and the Huntsman (Sanders 2012), verweisen explizit auf die Märchen. Sie erklären die Filme zu Versionen der Märchenstoffe. Die beiden Filme sind keine seltene Ausnahme in der Masse der Kinoproduktionen. Es scheint sich um ein filmisches Phänomen zu handeln, das aufgrund seines Bezugs zu Märchen, die seit jeher Teil des pädagogischen Diskurses sind, für eine medienwissenschaftliche wie auch medienpädagogische Auseinandersetzung von Interesse ist.