Teil III: Kritik an der Fundamentalontologie
摘要
Teil II über Dugins Heidegger-Rezeption hat Erschreckendes und Bestürzendes zutage gefördert. Es wurde ersichtlich, dass Dugin darin kriegstreiberischer Vernichtungssehnsucht freien Lauf lässt. Heidegger erweist sich dabei nicht nur als Dugins Stichwortgeber. Vielmehr wird er als Stifter eines rationalitäts- und subjektfeindlichen Denkmodells vorgestellt, das in einem antisemitischen Weltbild und in der Verherrlichung von Gewalt aufgeht. Dieser dritte Teil ist philosophische Vertiefung dessen, was in Teil II zur Darstellung gekommen ist. Es werden zunächst Grundbegriffe der heideggerschen Fundamentalontologie geklärt und kritisiert. Dazu beziehe ich mich vor allem auf Theodor W. Adornos Band Ontologie und Dialektik. Es gilt herauszuarbeiten, inwiefern bei Heidegger der philosophische Gedanke der Ideologie Vorschub leistet. Heidegger ist ein Schlüssel zur Kritik des vielschichtigen, sich verschleiernden, mäandernden und schwer greifbaren Dugin. Somit ist Kritik an der Fundamentalontologie gleichzeitig wesentliche Kritik an der philosophischen Grundlage Dugins. Umgekehrt greift Kritik an Dugin zu kurz, wenn sie vor der Fundamentalontologie Halt macht AQ1(Abb. 4.1).