Seit mindestens dem Ende des ersten Jahrzehnts im neuen Jahrtausend sehen wir uns nicht nur in Kontexten der Erwerbsarbeit, sondern auch gesamt-gesellschaftlich einem epochalen Wandel gegenüber: Dem Paradigma der „digitalen Transformation“ (Schrape 2021). Hier ist zuallererst eine Geschichte thematisiert, nämlich die der Digitalisierung, und zwar als „übergreifende Veränderungsdynamik“ (ebd, S. 7), die „nicht vom Himmel gefallen“ (Onnen et al. 2022, S. 2) ist, sondern Voraussetzungen hatte. So können wir etwa die Computerisierung als Teil 1 der Geschichte digitaler Technologien (vgl. Häußling 2020, S. 1357 f.) kennzeichnen. Den 2. Teil stellt die „PC-isierung“ (ebd.), den 3. die „Internetisierung“ (ebd.) und den 4. als „Ubiquisierung“ (ebd.) von Mikroprozessoren und Internet dar. Sodass schließlich das, was wir heute Digitalisierung nennen, als der 5. Teilschritt bezeichnet werden kann. Quer dazu gibt es Begriffe und Konzepte, die oft unter Digitalisierung subsummiert werden, aber auch andererseits als ‚flankierende‘ Entwicklungen genannt werden, bspw. können hier etwa vor allem bestimmte IuK-Technologien („cloudworking“), Verfahren des digitalen Selbstlernens („Mashine Learning“ und „Künstliche Intelligenz“), algorithmische Bewertungs- und Streaming-Dienste („Facebook“ oder „Spotify“), cyber-psychische Vernetzung („Internet 4.0“) oder Speicherung und Umgang mit Massendaten („Big Data“) (vgl. Vormbusch 2019a, S. 177) – die allesamt generell für eine alle Lebensbereiche durchdringende „Datafizierung“ (Wiegerling et al. 2020) stehen – sowie Verfahren der Muster-Erkennung („Data Mining“) angeführt werden.

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Digitalisierung

  • Thomas Matys

摘要

Seit mindestens dem Ende des ersten Jahrzehnts im neuen Jahrtausend sehen wir uns nicht nur in Kontexten der Erwerbsarbeit, sondern auch gesamt-gesellschaftlich einem epochalen Wandel gegenüber: Dem Paradigma der „digitalen Transformation“ (Schrape 2021). Hier ist zuallererst eine Geschichte thematisiert, nämlich die der Digitalisierung, und zwar als „übergreifende Veränderungsdynamik“ (ebd, S. 7), die „nicht vom Himmel gefallen“ (Onnen et al. 2022, S. 2) ist, sondern Voraussetzungen hatte. So können wir etwa die Computerisierung als Teil 1 der Geschichte digitaler Technologien (vgl. Häußling 2020, S. 1357 f.) kennzeichnen. Den 2. Teil stellt die „PC-isierung“ (ebd.), den 3. die „Internetisierung“ (ebd.) und den 4. als „Ubiquisierung“ (ebd.) von Mikroprozessoren und Internet dar. Sodass schließlich das, was wir heute Digitalisierung nennen, als der 5. Teilschritt bezeichnet werden kann. Quer dazu gibt es Begriffe und Konzepte, die oft unter Digitalisierung subsummiert werden, aber auch andererseits als ‚flankierende‘ Entwicklungen genannt werden, bspw. können hier etwa vor allem bestimmte IuK-Technologien („cloudworking“), Verfahren des digitalen Selbstlernens („Mashine Learning“ und „Künstliche Intelligenz“), algorithmische Bewertungs- und Streaming-Dienste („Facebook“ oder „Spotify“), cyber-psychische Vernetzung („Internet 4.0“) oder Speicherung und Umgang mit Massendaten („Big Data“) (vgl. Vormbusch 2019a, S. 177) – die allesamt generell für eine alle Lebensbereiche durchdringende „Datafizierung“ (Wiegerling et al. 2020) stehen – sowie Verfahren der Muster-Erkennung („Data Mining“) angeführt werden.