Theoretische Rahmung und konzeptuelle Grundlagen
摘要
Journalistische Praktiken umfassen die Beschaffung, Auswahl, Strukturierung, Verifizierung und Veröffentlichung von aktuellen, relevanten Informationen, um Öffentlichkeit herzustellen und Orientierung in einer komplexen Welt zu bieten. Themen zeichnen sich durch Neuigkeit, Faktizität und Zielgruppenrelevanz aus, wobei Journalismus als soziales Subsystem in Beziehung zur Gesellschaft steht. Medien fungieren als Beobachtungssysteme, die mit selektiver Berichterstattung eine eigene soziale Realität schaffen und gesellschaftliche Wahrnehmung prägen. Journalismus ist dabei immer auch Repräsentation: Er vermittelt kulturelle Deutungen (Doing Culture). Dies wird besonders in der Afrikaberichterstattung aus postkolonialer Perspektive sichtbar, wo historische Machtstrukturen fortwirken und oft stereotype Darstellungen reproduziert werden, anstatt differenzierte Perspektiven zu bieten. Medieninstitutionen versuchen heute, ihren Produkten eine postkoloniale Reflexivität einzuschreiben.