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Teilstudie III: Instruktionssensitivität als Indiz für heterogene Kompetenzentwicklung in der ökonomischen Bildung: Schulformbezogene DIF-Analysen am Beispiel der Jahrgangsstufe 8 in Nordrhein-Westfalen

  • Fabio Fortunati

摘要

Das domänenspezifische Vorwissen der Schülerinnen und Schüler erweist sich als ein wichtiger Faktor für den erfolgreichen Übergang zwischen Schule und Berufsausbildung. Im Falle der kaufmännischen Berufsausbildung ist dies die ökonomische Bildung. Die Heterogenität der Schüler*innen zu Beginn der Ausbildung stellt Berufsschullehrende vor die Herausforderung, Wissensunterschiede zwischen den Schülerinnen und Schülern adäquat zu diagnostizieren und binnendifferenzierte Lehr- und Lernarrangements zu entwickeln. In Deutschland gibt es kaum empirische Befunde zu schulspezifischen Unterschieden in der Entwicklung von ökonomischen Kompetenzen. Dieser Beitrag zielt daher auf die Identifikation instruktionssensitiver Items auf der Grundlage schulformspezifischer curricularer Analysen. Im Rahmen des Projekts ECON 2022 wird basierend auf einem technologiebasierten Testinstrument inhaltliche DIF-Unterschiede zwischen Schulformen ermittelt. Die Stichprobe umfasst n=817 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 8 in Nordrhein-Westfalen. Die Ergebnisse der Differential-Item-Functioning-Analyse (DIF) deuten auf eine instruktionale Sensitivität der Items sowohl aus inhaltlicher als auch aus kognitiver Sicht hin. Die Ergebnisse können genutzt werden, um Lehr-Lern-Designs zu Beginn der kaufmännischen Berufsausbildung differenzierter zu gestalten und auf bestehende ökonomische Vorverständnisse der Schüler einzugehen.