Soziale (Un-)Ordnung – Zur Transformation von Mobilitätskultur durch lokale Initiativen
摘要
Das durchschnittliche Mobilitätsverhalten der Menschen in Deutschland ist stark durch die Nutzung des Autos geprägt. Die daraus resultierenden ökologischen und gesellschaftlichen Herausforderungen lassen sich nicht nur durch einen Ausbau und eine Optimierung nachhaltiger Mobilitätsangebote lösen. Als ein ergänzender Faktor zum Verständnis regionaler Mobilitätsmuster hat sich das Konzept lokaler Mobilitätskultur zunehmend etabliert. Sie beschreibt den wahrgenommenen gesellschaftlichen Konsens sozial anerkannter Verkehrspolitik und steht in Zusammenhang mit individuellen Mobilitätsentscheidungen. Doch wovon die Einschätzung der Ausprägung lokaler Mobilitätskultur abhängt, ist noch nicht eindeutig bekannt. In diesem Beitrag wurde empirisch untersucht, welche Rolle lokale Initiativen dabei spielen können. Denn ihnen kommt in sozialen Transformationsprozessen eine zentrale Rolle zu, um durch das Vorleben nachhaltiger Verhaltensweisen ebendiese in den Mainstream zu überführen. Diese Annahme wird anhand eines online-Vignetten-Experiments (N = 658) bestätigt.