Hartmut Rosa’s Resonance in an Intercultural Context
摘要
Dieser Artikel versucht zu bestimmen, ob die Kategorie der Resonanz, wie sie vom deutschen Kritischen Theoretiker Hartmut Rosa als „Therapiekonzept“ verstanden wird, als intrinsisch oder extrinsisch zur modernen Gesellschaftsformation und ihrem emanzipatorischen Projekt begriffen werden sollte. Die von uns angebotene Antwort ist komplex und nuanciert. Hierhypothesen wir, dass Resonanz nicht nur ein modernes westliches Repertoire ist; dass die von den europäischen Romantikern artikulierten Ideen, wenn auch nicht auf identische Weise, auch in alten orientalischen und indigenen Kulturen Amerikas und anderer Teile der Welt zu finden sind. Und dass tatsächlich die meisten der vom Autor identifizierten Lösungen ausserhalb der modernen westlichen Kultur stammen. Was diese Anthropologie eines homo resonans fördern möchte, ist ein Dialog zwischen verschiedenen kulturellen Formen der Resonanz, um sich so von jeder Art von „eurozentrischer“ Lösung für die modernen Pathologien und Krisen der Gegenwart zu entfernen. Im vorliegenden Artikel präsentiere ich ein detaillierteres Bild des Resonanzkonzepts von Buen Vivir, wie diese Vorstellung in jüngsten Verfassungsdebatten in bestimmten südamerikanischen Ländern wie Chile artikuliert wurde, genährt von alten indigenen Vorstellungen.