Resonanzphänomene und Transformationsdynamiken in der Arbeitswelt
摘要
Der Beitrag diskutiert Resonanzphänomene in der Arbeitswelt (Rosa 2016a) sowie mögliche Entfremdungspotenziale im Sinne einer „Beziehung der Beziehungslosigkeit“ (Jaeggi 2016, S. 21). Dazu zählt insbesondere eine tätigkeitsabhängige Re- bzw. Neo-Taylorisierung (Rosa 2016a, S. 310 f.; Butterwegge et al. 2008), die zur Entstehung „neuer Unsicherheiten“ beiträgt (Habermas 1985) und sowohl die Unkalkulierbarkeit der Arbeitsmärkte als auch biografische Unsicherheiten verstärken kann. Der Beitrag beleuchtet zentrale Entwicklungen der Transformation der Arbeitswelt und deren Auswirkungen auf Beschäftigte. Im Mittelpunkt steht eine resonanztheoretische Analyse der Arbeit als Resonanzsphäre und des Resonanzraums „Arbeitswelt“. Dabei werden Phänomene wie vermeintliche Subjektivierung, multiple Resonanzaufladungen durch Arbeit (Hochschild 2006) sowie Entgrenzungsrisiken resonanztheoretisch eingeordnet. Konkret geht es um die Frage, wie sich resonante Arbeitsbeziehungen im Kontext der Transformation herausbilden können und welche Rolle Mitbestimmung dabei spielt.