Offensive Zweifel an an der Wissenschaft durch selbstakkreditierte Trendforscher und ihre gleichzeitigen enzyklopädischn Ansprüche, selber Wissenschaft zu betreiben, werden am Beispiel des nach eigenen Worten führenden Vertreters dieser Branche, Matthias Horx, analysiert. Schon bei der Gründung des ersten Institus Mitte der 90er-Jahre wurde dieser Anspruch formuliert und seitdem unzählige Male wiederholt. Das Kapitel zeichnet noch einmal diese Entwicklung nach, auch die anfänglich mediale Kritik an Trendforschung als einer eher kabarettistischen Beigabe der Bildungsszene. Mit Beginn der 2010er-Jahre verebbte diese Kritik und Trendforscher, insbesondere wiederum Horx und sein Zukunftsinstitut, avancierten zu beliebten Content-Providern. Was kommt nun dabei raus, wenn man die Geschichte der Zukünfte durchgeht? Beispiele wie längst überholte Klima-Skepsis und soziologisch anfechtbare Gesellschaftsverträge mit einer seltsamen beruflichen Resteverwertung für Modernisierungverlierer, die Lösung aller Energiefragen und Weissagungen einer Friedensära, also die stete Beschwörung: Alles wird gut, vor allem, wenn es schlecht geht. Doch schließlich, 2024, auf einmal: „Omni“-Krise.

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Simplifizierung exemplifiziert: Horx

  • Holger Rust

摘要

Offensive Zweifel an an der Wissenschaft durch selbstakkreditierte Trendforscher und ihre gleichzeitigen enzyklopädischn Ansprüche, selber Wissenschaft zu betreiben, werden am Beispiel des nach eigenen Worten führenden Vertreters dieser Branche, Matthias Horx, analysiert. Schon bei der Gründung des ersten Institus Mitte der 90er-Jahre wurde dieser Anspruch formuliert und seitdem unzählige Male wiederholt. Das Kapitel zeichnet noch einmal diese Entwicklung nach, auch die anfänglich mediale Kritik an Trendforschung als einer eher kabarettistischen Beigabe der Bildungsszene. Mit Beginn der 2010er-Jahre verebbte diese Kritik und Trendforscher, insbesondere wiederum Horx und sein Zukunftsinstitut, avancierten zu beliebten Content-Providern. Was kommt nun dabei raus, wenn man die Geschichte der Zukünfte durchgeht? Beispiele wie längst überholte Klima-Skepsis und soziologisch anfechtbare Gesellschaftsverträge mit einer seltsamen beruflichen Resteverwertung für Modernisierungverlierer, die Lösung aller Energiefragen und Weissagungen einer Friedensära, also die stete Beschwörung: Alles wird gut, vor allem, wenn es schlecht geht. Doch schließlich, 2024, auf einmal: „Omni“-Krise.