Stilisierte Körperlichkeit. Streetballinszenierungen als Kontaktzonen von Film und Sport
摘要
Der Beitrag widmet sich spezifischen filmischen Darstellungen sportlicher Körper. Auf theoretischer Ebene spitzt er Donna Haraways Konzeptionen der Kontaktzone und von Körperlichkeit als materiell-semiotisch zu dem Vorschlag zu, unterschiedliche Dimensionen von Differenz in ihren Relationen zu begreifen. Insofern werden Vervielfältigungen von Differenz als neues methodologisches Manöver veranschlagt. In diesem Sinne wird auch für eine Verschiebung von der gattungslogischen Untersuchung von Sportfilmen zur szenischen Untersuchung von Filmsport argumentiert. Einer solchen Analyse von und in Kontaktzonen – die folglich auch ihre eigenen Grenzziehungen epistemologisch berücksichtigen muss – werden Streetballszenen der Spielfilme West Side Story (USA 1961), Wild Style (Wild Style!, USA 1982) und He Got Game (Spiel des Lebens, USA 1998) unterzogen. Die vergleichende Betrachtung kommt zu dem Schluss, dass diese filmästhetischen Inszenierungen stilisierter Körperlichkeit differenziale Geflechte darstellen, in denen sich inner- und außersportliche Unterscheidungen wechselweise bedingen und durchkreuzen. Die Kontaktzonen-Heuristik erweist somit soziokulturelle Differenzdimensionen wie Ethnizität und Gender, aber auch die Felder Film und Sport als maßgeblich im Verhältnis zueinander konstituiert.