Die Intentionalität der Stimmungen und die Sensibilisierungsthese
摘要
Dieser Beitrag zeigt ausgehend von einem Vergleich mit Emotionen, dass nicht nur Emotionen, sondern auch Stimmungen intentionale Zustände sind. Ich vertrete in diesem Aufsatz die These, dass die „sui-generis-Intentionalität“ der Stimmungen darin besteht, uns für bestimmte Objekte und evaluative Eigenschaften empfänglicher zu machen („Sensibilisierungsthese“). Ich diskutiere Searle and Crane als Vertreter zweier entgegengesetzter Positionen zu Intentionalität in der heutigen Debatte. Danach arbeite ich zwei Argumente für die „sui-generis-Intentionalität“ der Stimmungen heraus, indem ich sie mit der Intentionalität von Emotionen vergleiche. Dafür bestimme ich die materiellen Objekte der Stimmungen, d. h. das, worauf sich Stimmungen richten, ausgehend von einem Vergleich mit den materiellen Objekten der Emotionen. In einem nächsten Schritt beantworte ich die Frage danach, ob Stimmungen analog zu den Emotionen formale Objekte haben, d. h., ob sie auch mit evaluativen oder Werteigenschaften verbunden sind. Abschließend werden die Implikationen für die Philosophie der Gefühle dargestellt.