In der Energiepolitik ist zu entscheiden, wie mit den negativen externen Effekten der Energieversorgung umzugehen ist, wie die schwankende Stromnachfrage zu berücksichtigen ist, wie die verschiedenen Formen der Stromerzeugung kostengünstig einzusetzen sind und in welchem Ausmaß Wettbewerb möglich ist bzw. natürliche Monopole zu regulieren sind. In Deutschland galten lange Zeit Monopolstrukturen, erst seit etwa 20 Jahren herrscht in manchen Bereichen des Strom- und Gasmarktes Wettbewerb. Netzbetreiber unterliegen vor allem einer Erlösobergrenzenregulierung. Regulierung und Wettbewerb sind die wichtigsten Instrumente, um das Ziel der preisgünstigen Energieversorgung zu erreichen. Für den kostengünstigen Einsatz von Stromerzeugungskapazitäten kommt es vor allem auf die Merit Order an. Schwankende Stromnachfrage könnte den Einsatz der Spitzenlastpreisbildung rechtfertigen. Die negativen externe Effekte werden im umweltpolitischen Kapitel behandelt (Kap.  6 ), dort entscheidet sich auch die Umsetzung der umweltverträglichen Energieerzeugung. Das Ziel der Versorgungssicherheit spielt im Rahmen des Strommarktes in Form der allzeitigen Sicherstellung von Einspeisung = Auspeisung eine zentrale Rolle. Im Gasmarkt schlägt es sich in einer ausreichenden Importunabhängigkeit nieder. Gerade das Beispiel der Gasversorgung zeigt die Notwendigkeit der Analyse der vorgelagerten Märkte der (fossilen) Energieträger. Ebenso spiel(t)en Kernenergie und die erneuerbaren Energien eine wichtige Rolle.

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Energiepolitik

  • Thomas Wein

摘要

In der Energiepolitik ist zu entscheiden, wie mit den negativen externen Effekten der Energieversorgung umzugehen ist, wie die schwankende Stromnachfrage zu berücksichtigen ist, wie die verschiedenen Formen der Stromerzeugung kostengünstig einzusetzen sind und in welchem Ausmaß Wettbewerb möglich ist bzw. natürliche Monopole zu regulieren sind. In Deutschland galten lange Zeit Monopolstrukturen, erst seit etwa 20 Jahren herrscht in manchen Bereichen des Strom- und Gasmarktes Wettbewerb. Netzbetreiber unterliegen vor allem einer Erlösobergrenzenregulierung. Regulierung und Wettbewerb sind die wichtigsten Instrumente, um das Ziel der preisgünstigen Energieversorgung zu erreichen. Für den kostengünstigen Einsatz von Stromerzeugungskapazitäten kommt es vor allem auf die Merit Order an. Schwankende Stromnachfrage könnte den Einsatz der Spitzenlastpreisbildung rechtfertigen. Die negativen externe Effekte werden im umweltpolitischen Kapitel behandelt (Kap.  6 ), dort entscheidet sich auch die Umsetzung der umweltverträglichen Energieerzeugung. Das Ziel der Versorgungssicherheit spielt im Rahmen des Strommarktes in Form der allzeitigen Sicherstellung von Einspeisung = Auspeisung eine zentrale Rolle. Im Gasmarkt schlägt es sich in einer ausreichenden Importunabhängigkeit nieder. Gerade das Beispiel der Gasversorgung zeigt die Notwendigkeit der Analyse der vorgelagerten Märkte der (fossilen) Energieträger. Ebenso spiel(t)en Kernenergie und die erneuerbaren Energien eine wichtige Rolle.