Die bis hier beschriebenen Konzepte sind in unterschiedlichen Kontexten und teilweise getrennt voneinander als Erklärungsmuster zu gesundheitlichen Unterschieden entwickelt worden, dürfen allerdings nicht als konkurrierend verstanden werden. Ausgehend von diesem Gedanken gab es in vergangener Forschung vielfach Bemühungen darum, einzelne Erklärungsansätze in komplexere Modelle zur gesundheitlichen Ungleichheit zusammenzuführen. Als Ausgangspunkt der hier angestrebten theoretischen Modellierung, welche nachvollziehbar machen soll, inwiefern das Phänomen gesundheitlicher Ungleichheit empirisch zu analysieren ist, um gesundheitliche Ungleichheiten im Lebensverlauf und Kohortenvergleich abzubilden und die Relevanz demografischer Wandlungsprozesse für Veränderungen in den Morbiditätsverhältnissen innerhalb der Bevölkerung erkennbar zu machen, wird zuerst auf das vielfach zitierte Modell von Mackenbach (2006) eingegangen, anschließend richtet sich der Fokus auf den allgemeineren Modellierungsansatz von Elkeles und Mielck (1997). Ein neues Modell zur Fortentwicklung der Gesundheit unter besonderer Berücksichtigung zeitlicher Dynamiken wird abschließend präsentiert.

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Erklärungsmodell zur gesundheitlichen Ungleichheit im Lebensverlauf und im Kohortenvergleich

  • Christoph Frohn

摘要

Die bis hier beschriebenen Konzepte sind in unterschiedlichen Kontexten und teilweise getrennt voneinander als Erklärungsmuster zu gesundheitlichen Unterschieden entwickelt worden, dürfen allerdings nicht als konkurrierend verstanden werden. Ausgehend von diesem Gedanken gab es in vergangener Forschung vielfach Bemühungen darum, einzelne Erklärungsansätze in komplexere Modelle zur gesundheitlichen Ungleichheit zusammenzuführen. Als Ausgangspunkt der hier angestrebten theoretischen Modellierung, welche nachvollziehbar machen soll, inwiefern das Phänomen gesundheitlicher Ungleichheit empirisch zu analysieren ist, um gesundheitliche Ungleichheiten im Lebensverlauf und Kohortenvergleich abzubilden und die Relevanz demografischer Wandlungsprozesse für Veränderungen in den Morbiditätsverhältnissen innerhalb der Bevölkerung erkennbar zu machen, wird zuerst auf das vielfach zitierte Modell von Mackenbach (2006) eingegangen, anschließend richtet sich der Fokus auf den allgemeineren Modellierungsansatz von Elkeles und Mielck (1997). Ein neues Modell zur Fortentwicklung der Gesundheit unter besonderer Berücksichtigung zeitlicher Dynamiken wird abschließend präsentiert.