Das Kapitel präsentiert empirische Ergebnisse zu deskriptiven Einstellungsdiskrepanzen zwischen Jugendlichen mit und ohne Migrationshintergrund sowie unterschiedlicher Migrationsgeneration und Herkunftsgruppe. Anschließend werden die Ergebnisse der Mediationsanalysen zur Erklärung der Gruppenunterschiede dargestellt. Die befragten Jugendlichen unterstützen sowohl Kulturübernahme als auch Kulturerhalt von Eingewanderten. Dabei befürworten Jugendliche mit Migrationshintergrund tendenziell mehr Kulturerhalt und weniger Kulturübernahme von Eingewanderten als Jugendliche ohne Migrationshintergrund das tun. Die Einstellungsdiskrepanzen sind geringer, je kulturell näher die Herkunftsgruppe und je später die Migrationsgeneration der Jugendlichen mit Migrationshintergrund ist. Eine unterschiedliche Identifikation mit Deutschland, eine unterschiedliche soziale Nähe zur Aufnahmegesellschaft und zu Eingewanderten, Einstellungsdiskrepanzen der Eltern sowie die Religionszugehörigkeit können die Gruppenunterschiede darüber hinaus teilweise erklären.

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  • Anna Berthold

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Das Kapitel präsentiert empirische Ergebnisse zu deskriptiven Einstellungsdiskrepanzen zwischen Jugendlichen mit und ohne Migrationshintergrund sowie unterschiedlicher Migrationsgeneration und Herkunftsgruppe. Anschließend werden die Ergebnisse der Mediationsanalysen zur Erklärung der Gruppenunterschiede dargestellt. Die befragten Jugendlichen unterstützen sowohl Kulturübernahme als auch Kulturerhalt von Eingewanderten. Dabei befürworten Jugendliche mit Migrationshintergrund tendenziell mehr Kulturerhalt und weniger Kulturübernahme von Eingewanderten als Jugendliche ohne Migrationshintergrund das tun. Die Einstellungsdiskrepanzen sind geringer, je kulturell näher die Herkunftsgruppe und je später die Migrationsgeneration der Jugendlichen mit Migrationshintergrund ist. Eine unterschiedliche Identifikation mit Deutschland, eine unterschiedliche soziale Nähe zur Aufnahmegesellschaft und zu Eingewanderten, Einstellungsdiskrepanzen der Eltern sowie die Religionszugehörigkeit können die Gruppenunterschiede darüber hinaus teilweise erklären.