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Einleitung

  • Anne Rübner

摘要

Den Ausgangspunkt für die vorliegende Arbeit bildet eine besondere und außergewöhnliche Situation im Zeitraum 2015/2016, die allgemein als „Flüchtlingskrise“ bezeichnet wird. Unter dem besonderen ‘Krisenmodus’ der Situation und auf der Grundlage der altbewährten und bereits vielfach proklamierten Begründungsmuster sind so in kürzester Zeit eine Vielzahl an staatlichen Fördermaßnahmen im Themenfeld ‘Sport mit Geflüchteten’ im Verantwortungsbereich von Sportverbänden entstanden. Dieses im Rahmen der Geflüchtetenkrise 2015/2016 entstandene Engagement im Themenfeld ‘Sport mit Geflüchteten’ reiht sich ein in eine über die vergangenen Jahrzehnte hinweg kontinuierlich ausgebaute Gemeinwohlorientierung des vereins- und verbandsorganisierten Sports in Deutschland. Die mit der gemeinsamen Initiierung und Umsetzung gemeinwohlorientierter Projekte entstehende spezifische Konstellation zwischen staatlichen und sportverbandlichen Akteuren wird in der sportwissenschaftlichen Literatur allgemein unter dem Konzept des „Neokorporatismus“ diskutiert. Das Erkenntnisinteresse der vorliegenden Arbeit zielt in erster Linie auf die Analyse der Prozesse und Strukturen in Bezug auf die Projektentstehungen, -entscheidungen, (weiter)-entwicklungen, -verarbeitung etc. unter den spezifischen Bedingungen sowie daraus resultierender Auswirkungen, nicht zuletzt auch vor dem Hintergrund vielfältiger Diskussionen zu Herausforderungen, kritischen Einflüssen und prognostizierten Entwicklungen von Staat-(Sport-)Verbände-Beziehung.