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Erklärungsansätze für klimaschützendes Verhalten im Alltag: Ansatzpunkte zur Bildung für nachhaltige Entwicklung

  • Melissa Oezsoy,
  • Melanie V. Keller,
  • Markus Dresel,
  • Martin Daumiller

摘要

Um im Sinne der BNE Handlungskompetenzen im klimaschützenden Verhalten im Alltag fördern zu können, ist es notwendig, Faktoren zu untersuchen, die klimaschützendes Handeln beeinflussen. Im vorliegenden Beitrag integrierten wir Elemente der Schutzmotivationstheorie (Rogers 1975) in die Theorie des geplanten Verhaltens (Ajzen 1985) und untersuchen, ob das integrierte Modell tatsächliches Verhalten präziser vorhersagt. Beide Modelle scheinen geeignet, aber unvollständig für die Erklärung klimaschützenden Verhaltens, sodass sich deren Elemente ergänzen könnten. Hierzu führten wir eine Studie in drei mittelgroßen deutschen Städten mit insgesamt 134 Teilnehmenden durch, in welcher diese einen Fragebogen, der vorab mit kognitiven Interviews getestet wurde, ausfüllten und ihr klimaschützendes Verhalten an 10 aufeinanderfolgenden Tagen in einem Tagebuch dokumentierten. Das integrierte Modell zeigte im Vergleich zu den Modellen der jeweiligen Theorien nur eine geringfügig höhere erklärte Varianz. Entgegen den theoretischen Annahmen zeigten unsere Ergebnisse zudem, dass persönliche Prädiktoren auch jenseits der klimaschützenden Intentionen mit klimaschützendem Verhalten zusammenhängen. Unsere Ergebnisse implizieren, dass insbesondere potenzielle Belohnung und Selbstwirksamkeit wichtige Antezedenzien sind, die klimaschützende Intention und Verhalten beeinflussen. Vor allem an der Selbstwirksamkeit kann zur Stärkung der Handlungskompetenzen im Sinne der BNE angeknüpft werden.