Vom Klassendiagramm zum Programm
摘要
Im vorherigen Kapitel wurde gezeigt, wie man aus einem Anforderungstext zu einem ersten Klassendiagramm kommt und wie validiert werden kann, dass das Klassendiagramm die Realisierung aller gewünschten Funktionalitäten ermöglicht. Dabei wurde durch die Sequenzdiagramme gezeigt, welche Methode von welcher anderen Methode aufgerufen wird. Offen bleibt dabei, was genau in den Methoden abläuft, was dann im Programmcode beschrieben werden muss. Dieses Kapitel zeigt, wie man aus Klassendiagrammen sogenannte Programmskelette generieren kann, die dann in der eigentlichen Implementierungsphase gefüllt werden müssen. Wir übersetzen dabei zu Lernzwecken direkt das erhaltene Analysemodell, was in der Praxis höchstens für Prototypen gemacht wird. In größeren Projekten wird man das bisher erreichte Klassenmodell durch weitere Modellierungen, z. B. durch Zustandsdiagramme und die genaue Formulierung von Randbedingungen der Form „Ein Projekt kann nicht Teilprojekt von sich selbst sein.“ ergänzen. Weiterhin gibt es viele Erfahrungen, wie man bestimmte Teilaufgaben mit speziellen Konstruktionen aus verschiedenen Klassen realisieren kann. Die Nutzung dieser ingenieurmäßig entwickelten Design-Ansätze führt dann zu einem besser zu realisierenden, besser zu wartenden, also zu korrigierenden, und besser zu erweiternden Programmcode. Diese Optimierungsideen werden in den nachfolgenden beiden Kapiteln vorgestellt. Um die tiefere Bedeutung dieser Kapitel zu verstehen und einen einfacheren Zugang zu diesen Themen zu haben, wird hier zunächst der grundsätzliche Weg vom Klassendiagramm zum lauffähigen Programm aufgezeigt. Die folgenden Kapitel zeigen dann Optimierungen und Verfeinerungen der hier vorgestellten Vorgehensweise, wobei von dieser in ihrem grundsätzlichen Ablauf nicht abgewichen wird.