Religiöse Pluralisierung als Herausforderung der freien Wohlfahrtsverbände
摘要
Der deutsche Sozialstaat wurde wesentlich durch die freien Träger sozialer Dienste geprägt, da diese oftmals eher als kommunale/staatliche Stellen soziale Dienstleitungen entwickelt und angeboten haben. In den vergangenen Jahrzehnten hat sich die Stellung der freien Wohlfahrtsverbände in Entsprechung zu bestimmten sozialen bzw. religiös geprägten Milieus aufgrund einer Zunahme religiöser und kultureller Vielfalt deutlich gewandelt. Im nachfolgenden Text werden die damit bezeichneten Chancen und Herausforderungen für die religiösen Wohlfahrtsverbände auf den Ebenen des diakonisch-caritativen Leistungsangebots, des Personalmanagements, der Organisationsentwicklung und der Möglichkeiten strategischer Partnerschaften sowie schließlich im Blick auf die Profilierung der jeweils eigenen konfessionellen Identität dargelegt [Dieser Beitrag findet sich in einer veränderten Version auch unter: Die religiös-weltanschauliche Pluralisierung als Herausforderung der Diakonie, in: Jordanka Telbizova-Sack (Hg.), Kultur- und religionssensible Wohlfahrtspflege: Herausforderungen und zivilgesellschaftliche Perspektiven in der Einwanderungsgesellschaft, Loccumer Protokolle Bd. 92/2020, Loccum 2022, S. 29–42. ].