Du Châtelets Demonstration des Prinzips vom zureichenden Grunde als sicheres Wissen in der Metaphysik
摘要
In diesem Kapitel wird Du Châtelets Demonstration des Prinzips vom zureichenden Grunde untersucht. Zunächst wird gezeigt, dass das Prinzip vom zureichenden Grunde als konstitutives Erkenntnisprinzip durch sich selbst in der Erkenntnis der kontingenten Dinge gültig ist. In der Metaphysik wird das Prinzip vom zureichenden Grunde zum Wissensgegenstand und es wird erwiesen, dass es ein konstitutives Prinzip der Erkenntnisse ist. Im zweiten Schritt des Kapitels wird das Verhältnis des Prinzips vom zureichenden Grunde zum Prinzip vom Widerspruch untersucht und gezeigt, dass in der Konstitution des Erkenntnisse beide Prinzipien gleichermaßen axiomatisch sind, während in der wissenschaftlichen Erweisung der Prinzipien in der Metaphysik das Prinzip vom Widerspruch primärer ist als das Prinzip vom zureichenden Grunde. Hierdurch erklärt sich, warum bei Du Châtelet das Prinzip vom zureichenden Grunde durch Rückgriff auf das Prinzip vom Widerspruch erwiesen wird, obwohl beide Prinzipien gleichermaßen axiomatisch für die Erkenntnisse sind. Zuletzt wird darauf hingewiesen, dass es bei Du Châtelet unklar ist, ob und wenn ja inwiefern, das Prinzip vom zureichenden Grunde für notwendige Wahrheiten gilt.