Die Textilindustrie in Bangladesch am Scheideweg: Migration, Globalisierung und geschlechtsspezifischer Arbeitskräftemangel in Zeiten von COVID-19
摘要
Dieser Artikel untersucht die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf die Textilindustrie in Bangladesch (RMG), wobei der Schwerpunkt auf den Erfahrungen von Arbeiterinnen im Kontext von Globalisierung und Feminisierung der Arbeit liegt. Wir analysieren, wie durch die Pandemie verursachte Krise zu weit verbreiteten Arbeitsplatzverlusten und einer erheblichen Stadt-Land-Migration geführt hat, wodurch typische Arbeitsflussmuster umgekehrt wurden. Durch die Analyse der Reaktion der Industrie vier Jahre nach Ausbruch der Pandemie zeigt die Studie die erhöhte Verwundbarkeit von Arbeiterinnen in der RMG-Branche, die den Großteil der Belegschaft ausmachen. Darüber hinaus wird beleuchtet, wie die Globalisierung der Bekleidungsindustrie und die Feminisierung der Arbeit eine geschlechtsspezifische Arbeitsdynamik geschaffen haben, die Frauen größeren wirtschaftlichen Risiken aussetzt. Die Pandemie hat bestehende Herausforderungen, einschließlich Arbeitsplatzunsicherheit, Gesundheitsrisiken und sinkender Sicherheitsstandards, verschärft und gleichzeitig die Prekarität der Beschäftigung von Frauen in globalen Lieferketten intensiviert. Der Artikel unterstreicht das komplexe Zusammenspiel zwischen Arbeitsbedingungen, Druck in der Lieferkette und Geschlechterdynamik im RMG-Sektor und betont die dringende Notwendigkeit einer widerstandsfähigeren und gerechteren Industrie, die die Rechte und das Wohlbefinden der Arbeiter in den Vordergrund stellt.