KI-gestützte Desinformationsangriffe auf ESG-Richtlinien von Unternehmen via NGOs und Aktivisten
摘要
Mit ESG-Richtlinien setzen sich Unternehmen einen hohen ethischen Werte- und Handlungsstandart. Desinformationskampagnen können unbegründet diese selbstauferlegten Ziele torpedieren. Die Folge ist ein massiver Reputationsschaden. Traditionell stehen sich NGOs, Aktivisten und Journalisten sehr nah. Sie eint die Funktion des „watchdogs“, die Vorliebe zu investigativen Recherchen. Dabei steht die Verlockung einer exklusiven Story oft im Widerspruch mit der kritischen Überprüfung kompromittierendes Material. KI öffnet Desinformatoren neue Möglichkeiten. Die perfekte Täuschung durch Deep Fakes ist mit KI-Unterstützung schnell realisierbar. Die Desinformationskampagne stützt sich dabei auf audiovisuelle, emotionale Botschaften und ist somit gefährlicher als klassische Desinformationstexte. Der Beitrag beginnt mit einer kurzen Einführung zu den ESG-Richtlinien. Anschließend wird auf die Protagonisten eingegangen, NGOs, Journalisten und Desinformatoren. Die Absichten und Ziele eines Desinformationsangriffs werden beschrieben. Abschließend wird auf die Rolle der KI eingegangen. ESG-Kriterien können für Unternehmen Segen sein, aber auch Fluch. Während Unternehmen über die Erfüllung von Environmental-Social-Governance (ESG) Richtlinien für Investoren und Kunden sicherstellen, dass sie nachhaltig und ethisch arbeiten, bieten eben diese Richtlinien auch eine Blaupause für wirkungsvolle Desinformationsangriffe auf das Unternehmen. ESG-Kriterien entpuppen sich als die weiche Flanke, in die von interessierter Seite mit Desinformationsangriffen hineingestoßen werden kann (und wird). Ende der 1960er-Jahre gab es Investorenbewegungen in den USA, die von Unternehmen forderten, über ihre finanziellen Ziele hinaus auch noch andere Kriterien ihres Unternehmertums zu berücksichtigen, wie beispielsweise ethische und moralische Kriterien. Vor dem historischen Hintergrund des Vietnamkriegs und der erstarkenden Bürgerrechtsbewegungen in den USA weigerten sich diese Investorenbewegungen, Unternehmen zu unterstützen, die in ihren Betrieben nicht auch Menschenrechte, den Schutz der Umwelt, aber auch Friedensprinzipien achteten.