(Non-)fiktionale Aufbereitungen realer Begebenheiten in True Crime-Serien
摘要
Der Beitrag fokussiert den erneuten Boom von True Crime-Fernsehen unter der Annahme eines gestiegenen Realitätsbezugs der Formate, welcher sich auch in Volumen und Art der Publikumsaktivitäten ausdrückt. Hierzu werden zwei neuartige Ausprägungen des Genres hinsichtlich des Wandels von Produkt und Anschlusspraxis examiniert: fortlaufende Dokuserien zu einem einzelnen (Kriminal-)Fall sowie fiktionale Serien, die sich der Aufbereitung realer Begebenheiten verschreiben. Die Dokuserien evozieren aufgrund ihrer oftmals obrigkeitskritischen Perspektive und Ambiguität in der Fallrekonstruktion mitunter energische Publikumsinterventionen in den Fall selbst. Die fiktionalen Serien bieten eine soziale Kontextualisierung des Tatensembles und regen so ein reassessment der seinerzeit wirkmächtigen gesellschaftlichen Dynamiken an.