Dokumentarische Fiktionen: Die Kurzfilme des österreichischen Medienkünstlers Christoph Schwarz
摘要
Dokumentarfilme wollen das inszenierte, konstruierte, perspektivische und interventionistische der Kamera und derjenigen, die dahinterstehen, ganz zu schweigen von Schnitt, Montage und Sound, vergessen machen. Sie wollen dokumentieren, lediglich registrieren was ist. Mockumentaries hinterfragen eine scharfe Grenzziehung zwischen Faktualität und Fiktionalität indem sie mit den Stilmitteln des Dokumentarischen spielen. Um letzteres geht es in den Kurzfilmen von Christoph Schwarz, denen sich dieser Beitrag in Form eines analytischen Dialogs mit dem Regisseur nähert. Denn Schwarz Filme stellen auf höchst unterhaltenswerte Weise die Frage danach, was ist dokumentarisch und was fiktiv an einem Film? Im Beitrag werden einige zentrale Themen seiner Kurzfilme thematisiert. Nach einer kurzen Darstellung des Film- und Medienkünstlers (1.) wird die für seine Filme typische Form der Selbstthematisierung und subjektiven Erzählweise charakterisiert (2.). Durch die Reflexion des Selbst erfahren auch zeitgenössische Medienkulturen und die (Film)Kunst einen kritischen Blick. Daran anschließend geht es um die Frage des Dokumentierens und Erzählens von den Selbstversuchen des Filmemachers (3.) bevor der Beitrag mit einem kurzem Fazit schließt.