Einleitung
摘要
Nach der überwundenen Corona-Pandemie ist der internationale Geschäftsreiseverkehr zunächst langsam, inzwischen aber deutlich verstärkt wieder aufgenommen worden. Reisebeschränkungen, Quarantäne-Anforderungen und das wechselhafte Infektionsgeschehen in fast allen wirtschaftlich bedeutenden Regionen hatten die Geschäftsreise zu einem unkalkulierbaren Risiko gemacht. Die als Überbrückung genutzten Videokonferenzen haben nach wie vor Bedeutung; sie ersetzen in vielen Fällen jedoch nicht den direkten Kontakt mit Geschäftspartnern im Ausland. Vor allem die Leitung einer Auslandsniederlassung ist mit nur gelegentlichen Besuchen vor Ort regelmäßig nicht erfolgreich zu gestalten. Daher ist davon auszugehen, dass die Entsendung von Arbeitnehmern ins Ausland wieder eine bedeutendere Rolle einnehmen wird als bisher. Dies gilt auch deshalb, weil weltweite oder regionale Reiseeinschränkungen auch aus politischen Gründen bei einem längerfristigen Auslandseinsatz nur eine untergeordnete Rolle spielen. Gerade die aktuelle wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland zeigt, dass die Globalisierung und die Verflechtung (außen-)wirtschaftlicher Beziehungen der einzelnen Länder bedeutsam bleiben, wenn nicht sogar an Bedeutung zunehmen wird. Ohne das Geschäft mit großen Wirtschaftspartnern wie China und den USA würde es der deutschen Wirtschaft wesentlich schlechter gehen als dies derzeit ohnehin der Fall ist. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Fürsorgeanforderungen bei Entsendungen heutzutage erheblich höher sind als im Normalfall. Auch der Aspekt der Compliance ist wesentlich wichtiger als noch vor der Pandemie. Dies führt dazu, dass sich heutzutage jeder Personalverantwortliche mit den Anforderungen und Risiken einer Auslandsentsendung beschäftigen muss. Die Gründe für einen Mitarbeitereinsatz im Ausland lassen sich auf unternehmerische Überlegungen zurückführen. Neben der Erschließung neuer Märkte und einer verbesserten Kommunikation zur Muttergesellschaft durch den entsandten Mitarbeiter soll durch den vorübergehenden Export von Know-how auch das Personal im Einsatzland von dem Entsandten profitieren. Die Motivation des entsandten Mitarbeiters reicht von der Hoffnung auf verbesserte Karrierechancen über Gehaltssteigerungen bis zur persönlichen Abenteuerlust oder einer besonderen Affinität zum Einsatzgebiet.