Das Interesse an und die Nachfrage nach Kryptowerten wächst sowohl bei institutionellen Investoren als auch bei privaten Anlegern. Damit steigt ebenfalls der Bedarf an Lösungen für die sichere Verwahrung und Verwaltung der kryptografischen Schlüssel für den Zugriff auf diese Kryptowerte. Derzeit ist das Angebot traditioneller Geschäftsbanken zur Verwahrung und Verwaltung von Kryptowerten noch begrenzt, obwohl für sie die Gefahr besteht, sowohl Kundenschnittstellen als auch ihre Bedeutung als Intermediär zu verlieren. Die 2024 in Kraft getretene Verordnung über Märkte für Kryptowerte (Markets in Crypto-Assets Regulation) harmonisiert die regulatorischen Rahmenbedingungen für die Verwahrung von Kryptowerten innerhalb der EU, reduziert die Komplexität aus Perspektive der Dienstleistenden und erhöht die Attraktivität von Kryptowerten durch stärkeren Anleger- und Verbraucherschutz. Die Verordnung gibt daher für traditionelle Geschäftsbanken den Anlass, bedarfsorientierte Verwahr- und Verwaltungslösungen zu entwickeln, durch die sie ihre geschäftsmodellinhärenten Wettbewerbsvorteile ausnutzen. Überdies können weitere Wachstumspotenziale realisiert werden, die durch die Tokenisierung realer Vermögenswerte oder traditioneller Finanzinstrumente entstehen. Dabei gilt es, einige technischen Anforderungen und Kundenwünsche zu berücksichtigen, wie beispielsweise die Interoperabilität zwischen Blockchains oder die Integration in die etablierte Umgebung der Geschäftsbank, weshalb sich gerade in der Markteintrittsphase Kooperationen mit FinTechs und/oder (namhaften) Technologieanbietenden anbieten.

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Verwahrung von Kryptowerten als Geschäftsmodell

  • Philipp Kielholz,
  • Joachim Rojahn

摘要

Das Interesse an und die Nachfrage nach Kryptowerten wächst sowohl bei institutionellen Investoren als auch bei privaten Anlegern. Damit steigt ebenfalls der Bedarf an Lösungen für die sichere Verwahrung und Verwaltung der kryptografischen Schlüssel für den Zugriff auf diese Kryptowerte. Derzeit ist das Angebot traditioneller Geschäftsbanken zur Verwahrung und Verwaltung von Kryptowerten noch begrenzt, obwohl für sie die Gefahr besteht, sowohl Kundenschnittstellen als auch ihre Bedeutung als Intermediär zu verlieren. Die 2024 in Kraft getretene Verordnung über Märkte für Kryptowerte (Markets in Crypto-Assets Regulation) harmonisiert die regulatorischen Rahmenbedingungen für die Verwahrung von Kryptowerten innerhalb der EU, reduziert die Komplexität aus Perspektive der Dienstleistenden und erhöht die Attraktivität von Kryptowerten durch stärkeren Anleger- und Verbraucherschutz. Die Verordnung gibt daher für traditionelle Geschäftsbanken den Anlass, bedarfsorientierte Verwahr- und Verwaltungslösungen zu entwickeln, durch die sie ihre geschäftsmodellinhärenten Wettbewerbsvorteile ausnutzen. Überdies können weitere Wachstumspotenziale realisiert werden, die durch die Tokenisierung realer Vermögenswerte oder traditioneller Finanzinstrumente entstehen. Dabei gilt es, einige technischen Anforderungen und Kundenwünsche zu berücksichtigen, wie beispielsweise die Interoperabilität zwischen Blockchains oder die Integration in die etablierte Umgebung der Geschäftsbank, weshalb sich gerade in der Markteintrittsphase Kooperationen mit FinTechs und/oder (namhaften) Technologieanbietenden anbieten.