Rating- und Kalibrierungsphilosophie der IRBA-Ratingsysteme
摘要
Nach der Kapitalanforderungsverordnung sollten eigene Ratingsystemen zur Bestimmung des Ausfallrisikos einerseits alle relevanten, darunter insbesondere aktuellen, Informationen enthalten, und andererseits die langfristigen Erfahrungen repräsentativ wiedergeben, was einer Dämpfung der Prozyklizität der Kapitalanforderungen dienen sollte. Aus dem Spannungsfeld dieser Anforderungen haben sich verschiedene Ratingphilosophien herausgebildet, die hinsichtlich des wirtschaftlichen Umfelds mehr oder weniger sensibel sind. Nach den regulatorischen Anforderungen für die PD-Schätzungen sollten die Institute eine angemessene Kombination von der Ratingphilosophie und einem Kalibrierungsansatz, insbesondere in Hinblick auf die davon abhängige Volatilität der Eigenmittelanforderungen, auswählen und begründen. Die Auswirkungen der Ratingphilosophie sind sowohl bei verschiedenen Anwendungen des Ratingsystems als auch im Rahmen der Validierung zu berücksichtigen. Dieser Artikel bietet praxisnahe Leitlinien für die Institute zur Behandlung verschiedener Aspekte der Ratingphilosophie unter Berücksichtigung der regulatorischen Rahmenbedingungen an.