Das Thema Schulabsentismus steht in den letzten Jahren im Fokus zahlreicher Forschungsaktivitäten unterschiedlicher Fachdisziplinen. Es gibt einen Boom von Publikationen über das Gelingen bzw. Scheitern von präventiven und interventiven Maßnahmen. In der Öffentlichkeit werden für Schülerinnen und Schüler, die sich von der Schule abwenden, häufig negativ konnotierte Termini verwendet. Deskription sowie Präskription werden miteinander vermengt und führen zu Verwechslungen. Die Folge sind Stigmatisierungsprozesse, die zu einer Verstärkung des Problems und zum endgültigen Herausgleiten aus der Schule führen können. Wenn Schülerinnen und Schüler aufgrund verschiedener Ursachen zunehmend in Exklusionsprozesse geraten, entstehen Herausforderungen sowohl für Lehrkräfte, sozialpädagogische, psychologische und pflegerische Fachkräfte, Medizinerinnen und Mediziner als auch für die betroffenen Heranwachsenden und deren Familien (Kaiser, 2017; Leu et al., 2020).

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Das Young Carers Model of Support (YCSM) für multiprofessionelle Kooperation bei schulabsentem Verhalten

  • Anna-Maria Spittel,
  • Marianne Frech,
  • Gisela Christel Schulze

摘要

Das Thema Schulabsentismus steht in den letzten Jahren im Fokus zahlreicher Forschungsaktivitäten unterschiedlicher Fachdisziplinen. Es gibt einen Boom von Publikationen über das Gelingen bzw. Scheitern von präventiven und interventiven Maßnahmen. In der Öffentlichkeit werden für Schülerinnen und Schüler, die sich von der Schule abwenden, häufig negativ konnotierte Termini verwendet. Deskription sowie Präskription werden miteinander vermengt und führen zu Verwechslungen. Die Folge sind Stigmatisierungsprozesse, die zu einer Verstärkung des Problems und zum endgültigen Herausgleiten aus der Schule führen können. Wenn Schülerinnen und Schüler aufgrund verschiedener Ursachen zunehmend in Exklusionsprozesse geraten, entstehen Herausforderungen sowohl für Lehrkräfte, sozialpädagogische, psychologische und pflegerische Fachkräfte, Medizinerinnen und Mediziner als auch für die betroffenen Heranwachsenden und deren Familien (Kaiser, 2017; Leu et al., 2020).