Die Parteiensysteme der deutschen Bundesländer sind durch eine große Vielfalt und stetige Veränderungsprozesse geprägt. Zunächst geht der Beitrag näher auf die Regionalisierung der Parteiensysteme ein, da das deutsche Mehrebenensystem den Parteienwettbewerb auf der Bundes- sowie Landesebene maßgeblich prägt. Um die Entwicklungen der Parteiensysteme – und damit den Trend der Regionalisierung – näher zu umreißen, werden auch zentrale Eigenschaften der Parteiensysteme (Format, Fragmentierung, Asymmetrie, Volatilität) einbezogen. Im Hauptteil des Beitrags werden die einzelnen Landesparteiensysteme drei Kategorien zugeordnet: dem klassischen Parteiendualismus, der (hohen bis mittleren) Dominanz zumindest einer der traditionellen „Volksparteien“ und dem neuartigen Parteienwettbewerb. Ausschlaggebend sind dabei Berechnungen zur parlamentarischen Stärke sowie der Zeit der Regierungsverantwortung, die mit den reichhaltigen Erkenntnissen der 16 Länderstudien untermauert werden. Schließlich werden die Ergebnisse zusammengeführt und zentrale Forschungsperspektiven umrissen. Zudem wird ein Ausblick gegeben, wie sich die Parteiensysteme in den deutschen Ländern zukünftig weiter entwickeln könnten und welche der im Beitrag angesprochenen Tendenzen sich dabei wohl fortsetzen werden.

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Trends subnationaler Parteiensysteme in Deutschland – eine Zusammenführung von 16 Länderstudien

  • Anna-Sophie Heinze,
  • Uwe Jun,
  • Torsten Oppelland

摘要

Die Parteiensysteme der deutschen Bundesländer sind durch eine große Vielfalt und stetige Veränderungsprozesse geprägt. Zunächst geht der Beitrag näher auf die Regionalisierung der Parteiensysteme ein, da das deutsche Mehrebenensystem den Parteienwettbewerb auf der Bundes- sowie Landesebene maßgeblich prägt. Um die Entwicklungen der Parteiensysteme – und damit den Trend der Regionalisierung – näher zu umreißen, werden auch zentrale Eigenschaften der Parteiensysteme (Format, Fragmentierung, Asymmetrie, Volatilität) einbezogen. Im Hauptteil des Beitrags werden die einzelnen Landesparteiensysteme drei Kategorien zugeordnet: dem klassischen Parteiendualismus, der (hohen bis mittleren) Dominanz zumindest einer der traditionellen „Volksparteien“ und dem neuartigen Parteienwettbewerb. Ausschlaggebend sind dabei Berechnungen zur parlamentarischen Stärke sowie der Zeit der Regierungsverantwortung, die mit den reichhaltigen Erkenntnissen der 16 Länderstudien untermauert werden. Schließlich werden die Ergebnisse zusammengeführt und zentrale Forschungsperspektiven umrissen. Zudem wird ein Ausblick gegeben, wie sich die Parteiensysteme in den deutschen Ländern zukünftig weiter entwickeln könnten und welche der im Beitrag angesprochenen Tendenzen sich dabei wohl fortsetzen werden.