Als der makedonische König Alexander (356–323 v.u.Z.), den man schon in der Antike „Magnus“, d. h. den Großen nannte, 334 das persische Großreich angriff, er schon die erste Schlacht in Kleinasien gewonnen und zwei Belagerungen erfolgreich abgeschlossen hatte, da soll er 333 in der Stadt Gordion (damals in Phrygien, heute in der Türkei liegend) einen höchst komplizierten Seilknoten an einem Wagen vorgefunden haben, den einem Orakelspruch zufolge nur der künftige Herrscher über Asien auflösen konnte. Da auch Alexander nicht wußte, wie er diesen Knoten hätte auflösen können, soll er ihn kurzentschlossen mit dem Schwert durchschlagen haben. Als gordischer Knoten ist daraus die Bezeichnung geworden für ein Problem, das man nicht durch langwierige Tüftelei, sondern nur einen kurzen, harten Streich lösen kann.

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Alexander der Große durchschlägt den Gordischen Knoten

  • Wolfgang Weimer

摘要

Als der makedonische König Alexander (356–323 v.u.Z.), den man schon in der Antike „Magnus“, d. h. den Großen nannte, 334 das persische Großreich angriff, er schon die erste Schlacht in Kleinasien gewonnen und zwei Belagerungen erfolgreich abgeschlossen hatte, da soll er 333 in der Stadt Gordion (damals in Phrygien, heute in der Türkei liegend) einen höchst komplizierten Seilknoten an einem Wagen vorgefunden haben, den einem Orakelspruch zufolge nur der künftige Herrscher über Asien auflösen konnte. Da auch Alexander nicht wußte, wie er diesen Knoten hätte auflösen können, soll er ihn kurzentschlossen mit dem Schwert durchschlagen haben. Als gordischer Knoten ist daraus die Bezeichnung geworden für ein Problem, das man nicht durch langwierige Tüftelei, sondern nur einen kurzen, harten Streich lösen kann.