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Notwendigkeit konzeptioneller Kompromisse und Reduzierung der Modellierungskomplexität in kooperativen Spielen zur Lösung betriebswirtschaftlicher Aufteilungsprobleme

  • Bastian Fromen

摘要

Für die Lösung betriebswirtschaftlicher Aufteilungsprobleme, die sich ergeben, wenn Akteure kooperieren und gemeinsam Kooperationserfolge erzielen, bietet die kooperative Spieltheorie ein umfangreiches Instrumentarium. Ein allgemein als Standard anerkanntes Lösungskonzept existiert indes nicht. Zum einen sind bei der Wahl des Lösungskonzepts konzeptionelle Kompromisse einzugehen, da sich wünschenswerte Eigenschaften einer Lösung in der Regel mathematisch widersprechen. Zum zweiten stellt die mit der Modellierung eines Aufteilungsproblems als kooperatives Spiel einhergehende Komplexität eine oft unterschätzte Herausforderung dar. Im vorliegenden Beitrag wird aus dem spieltheoretischen Modell heraus ein Ansatz entwickelt, mit dem für das Lösungskonzept des Nucleolus die Modellierungskomplexität reduziert werden kann, ohne dabei die strukturgebenden Faktoren des zugrunde liegenden Aufteilungsproblems außer Acht zu lassen. Da dieser Ansatz auf die Klasse der konvexen Spiele beschränkt ist, wir das Konzept der konvexen Erweiterung eines Spiels vorgestellt, mit Hilfe dessen der Ansatz heuristisch auf für nicht konvexe Spiele angewendet werden kann.