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Die Logik des Gewinnspiels

  • Daniel Henzgen,
  • Dominik Meier

摘要

Das erste Kapitel hat sich den Prinzipien und dem Phänomen des Gewinnspiels über seine unterschiedlichen geschichtlichen Ausprägungen angenähert. Aus Handlungsweisen, Machtpraktiken und Argumentationsmustern kristallisierte sich ein fiskokratisches Dispositiv heraus, welches den jeweiligen Herrschaftseliten den Handlungsrahmen gibt, um die Gewinnspielsteuerung in den unterschiedlichsten Epochen und Kulturen zu organisieren. Die außeralltägliche Situation des Spiels in die jeweilige soziale Ordnung zu integrieren, gestaltet sich als permanente Herausforderung jeder Herrschaftselite. Der geschichtliche Rückblick lehrt, sich bei der Suche nach dem Wesen des Gewinnspiels nicht von oberflächlichen „Glücksspieldiskussionen“ leiten zu lassen, sondern tiefer zu blicken. Das erste Kapitel beschreibt die Handlungsweisen der Menschen, besonders der Herrschaftseliten, und blickt darauf, wie durch Gewinnspielsteuerung Macht ausgeübt wird. Zudem vergleicht es deren Umsetzung, also das konkrete menschliche Handeln bei der Gewinnspielsteuerung, mit den Argumenten, um dieses Handeln zu rechtfertigen. Letztlich werden die Handlungsweisen und die dazugehörigen Aussagen über das Handeln bei der Gewinnspielsteuerung in eine kritisch‐reflexive Beziehung zueinander gesetzt. Hierbei helfen die Überlegungen der historischen Anthropologie mit ihrem Fokus auf geschichtsübergreifende anthropologische Wirkmechanismen und der politischen Praxeologie, die Sozialstrukturen im Hinblick auf die Konvergenz und Divergenz von Diskurs und Praktik erschließt, weiter.