Kompetitive Märkte sind zumeist ein ausgezeichnetes Allokationsinstrument. Sie führen zwar nicht automatisch zu einem Wohlfahrtsoptimum, was angesichts der Freiwilligkeit und des Unmöglichkeitssatzes von Arrow auch kaum zu erwarten ist, realisieren unter bestimmten Voraussetzungen aber zumindest eine effiziente Allokation und ermöglichen, mithilfe von Transfers, annähernd beliebige paretoeffiziente Allokationen dezentral zu implementieren. Dieses Kapitel setzt sich damit auseinander, unter welchen Bedingungen kompetitive Märkte tatsächlich diese Allokationsfunktion erfüllen, vor allem aber auch mit der Frage, wann Märkte daran scheitern. Neben dem Problem von Externalitäten (Kap. 6, Externalitäten und öffentliche Güter) ist, vorausgesetzt, die Marktteilnehmer handeln rational, vor allem das Problem asymmetrischer Information ausschlaggebend, welches eine zentrale Rolle in diesem Kapitel einnimmt. Das Phänomen Adverse Selektion beschreibt Situationen, in welchen die Marktteilnehmer bereits vor der Transaktion ungleich über wesentliche Aspekte des Gutes informiert sind. Moralisches Risiko beschreibt hingegen Situationen, in welchen erst im Vertragsverhältnis asymmetrische Information durch versteckte Handlungen entsteht. Signalisieren und Screening sind Versuche, die Problematik asymmetrischer Information zu entschärfen. In der Regel sind auch im Optimum lediglich Second-best-Lösungen durchführbar.

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Kompetitive Märkte

  • Erwin Amann

摘要

Kompetitive Märkte sind zumeist ein ausgezeichnetes Allokationsinstrument. Sie führen zwar nicht automatisch zu einem Wohlfahrtsoptimum, was angesichts der Freiwilligkeit und des Unmöglichkeitssatzes von Arrow auch kaum zu erwarten ist, realisieren unter bestimmten Voraussetzungen aber zumindest eine effiziente Allokation und ermöglichen, mithilfe von Transfers, annähernd beliebige paretoeffiziente Allokationen dezentral zu implementieren. Dieses Kapitel setzt sich damit auseinander, unter welchen Bedingungen kompetitive Märkte tatsächlich diese Allokationsfunktion erfüllen, vor allem aber auch mit der Frage, wann Märkte daran scheitern. Neben dem Problem von Externalitäten (Kap. 6, Externalitäten und öffentliche Güter) ist, vorausgesetzt, die Marktteilnehmer handeln rational, vor allem das Problem asymmetrischer Information ausschlaggebend, welches eine zentrale Rolle in diesem Kapitel einnimmt. Das Phänomen Adverse Selektion beschreibt Situationen, in welchen die Marktteilnehmer bereits vor der Transaktion ungleich über wesentliche Aspekte des Gutes informiert sind. Moralisches Risiko beschreibt hingegen Situationen, in welchen erst im Vertragsverhältnis asymmetrische Information durch versteckte Handlungen entsteht. Signalisieren und Screening sind Versuche, die Problematik asymmetrischer Information zu entschärfen. In der Regel sind auch im Optimum lediglich Second-best-Lösungen durchführbar.