Informatische Bildung als Voraussetzung für politische Entscheidungsfähigkeit
摘要
Unser Alltag ist durchdrungen von Informatiksystemen, die Daten speichern, verarbeiten und übertragen. Um am gesellschaftlichen Diskurs darüber teilhaben und politische Entscheidungen treffen zu können, ist es wichtig, die Funktionsweise dieser Systeme zu verstehen. In diesem Beitrag werden dazu allgemeine Modelle für digitalisierungsbezogene Kompetenzen, Vorschläge für Bildungsstandards informatischer Kompetenzen und das Dagstuhl-Dreieck als eine Möglichkeit der Dekonstruktion digitalisierungsbezogener Phänomene vorgestellt. Die Relevanz informatischer Bildung für politische Entscheidungsfähigkeit wird am Beispiel des EU-Gesetzesvorschlags zur Chatkontrolle untersucht. Es werden die anwendungsbezogene, die gesellschaftlich-kulturelle und die technologische Perspektive des Dagstuhl-Dreiecks verwendet, um den Beitrag der informatischen Bildung herauszustellen. Ausgehend von weiteren gesellschaftlich bedeutenden Fragestellungen werden der notwendige Beitrag der Informatik zur Entscheidungsfähigkeit verdeutlicht und eine stärkere Berücksichtigung der informatischen Perspektive gefordert, um die politische Bildung aller Bürger*innen zu stärken.