Zwischen Technokratisierung und Demokratieanspruch: Zur Relevanz technisch-naturwissenschaftlichen Wissens in Politik und politischer Bildung
摘要
Die Coronapandemie und aktuell die rasch fortschreitenden Innovationen im Bereich künstlicher Intelligenz verdicht(et)en den Blick auf technisch-naturwissenschaftliches Wissen und dessen Wirkkraft im politischen Diskurs. In den Mittelpunkt demokratietheoretischer Auseinandersetzungen rückt einerseits die Frage, welchen Einfluss wissenschaftliche Implikationen, insbesondere technisch-naturwissenschaftliche Evidenz, auf politische Entscheidungen haben sollten und andererseits die Frage, welche Wirkung technologischer Fortschritt auf die Funktionsfähigkeit von Demokratien hat (anstelle vieler Hofmann et al., 2019; Ulbricht, 2021). Nicht nur mit Blick auf die Pandemiepolitik, sondern auch im Kampf gegen den Klimawandel oder den Verlust von Biodiversität entfalten technisch-naturwissenschaftliche Lösungen hoffnungsvolle Vorstellungen in Bezug auf politische Krisenbewältigungen.