Der Islam und Europa blicken auf eine gemeinsame Geschichte zurück, die von geistlicher und wissenschaftlicher Bereicherung, kulturellem Austausch sowie Konflikten geprägt ist. Im Mittelalter waren Andalusien, Sizilien und die Kreuzzüge bedeutende Begegnungsorte, gefolgt vom Osmanischen Reich als historischer vierter Berührungspunkt. Der Islam gilt als „Geburtshelfer Europas“ und als fünfte kulturelle Wurzel neben der jüdisch-christlichen sowie der griechisch-lateinischen Tradition. Beispiele für interreligiöse Toleranz sind Sultan Saladin, der friedlich mit den Kreuzrittern umging, und Friedrich II., der den Austausch mit jüdischen und muslimischen Gelehrten in Sizilien förderte. Das Treffen zwischen Sultan al-Kamil und Franz von Assisi, dem Vorbild von Papst Franziskus, verdeutlicht den historischen interreligiösen Austausch. Entgegen Vorurteilen war die muslimische Zivilisation im Mittelalter in Wissenschaft und Handwerk hoch entwickelt und trug durch die Übersetzung antiker Schriften zur Aufklärung bei. Heute ist der Islam ein fester Bestandteil Europas und darf nicht nur als „Migrationsphänomen“ gesehen werden. Ein harmonisches interreligiöses Zusammenleben ist entscheidend für eine friedliche Zukunft Europas.

错误:搜索内容不能为空,请输入英文关键词
错误:关键词超出字数限制,请精简
高级检索

Historischer Rückblick für die Zukunft – Geschichte eines Missverständnisses

  • Abualwafa Mohammed

摘要

Der Islam und Europa blicken auf eine gemeinsame Geschichte zurück, die von geistlicher und wissenschaftlicher Bereicherung, kulturellem Austausch sowie Konflikten geprägt ist. Im Mittelalter waren Andalusien, Sizilien und die Kreuzzüge bedeutende Begegnungsorte, gefolgt vom Osmanischen Reich als historischer vierter Berührungspunkt. Der Islam gilt als „Geburtshelfer Europas“ und als fünfte kulturelle Wurzel neben der jüdisch-christlichen sowie der griechisch-lateinischen Tradition. Beispiele für interreligiöse Toleranz sind Sultan Saladin, der friedlich mit den Kreuzrittern umging, und Friedrich II., der den Austausch mit jüdischen und muslimischen Gelehrten in Sizilien förderte. Das Treffen zwischen Sultan al-Kamil und Franz von Assisi, dem Vorbild von Papst Franziskus, verdeutlicht den historischen interreligiösen Austausch. Entgegen Vorurteilen war die muslimische Zivilisation im Mittelalter in Wissenschaft und Handwerk hoch entwickelt und trug durch die Übersetzung antiker Schriften zur Aufklärung bei. Heute ist der Islam ein fester Bestandteil Europas und darf nicht nur als „Migrationsphänomen“ gesehen werden. Ein harmonisches interreligiöses Zusammenleben ist entscheidend für eine friedliche Zukunft Europas.