Der politisch forcierte Klimaschutz erfordert eine Dekarbonisierung und massive Reduktion des Endenergieverbrauchs. Um dies zu erreichen, müssen in einem umfassenden Transformationsprozess die Rahmenbedingungen für die Modernisierung der bestehenden Stadt- und Mobilitätssysteme verändert werden. Die Elektrifizierung des Autoverkehrs ist aus Klima- und Energieperspektive unumgänglich. Es wird aber keine Energiewende ohne eine Verkehrs- und Mobilitätswende geben. Der Umbau bestehender Organisations- und Mobilitätsformen ist wie jeder Strukturwandel mit Konflikten verbunden. Das Quartier nimmt eine besondere Stellung ein, da es als Ausgangspunkt individueller Mobilität, kultureller Verbundenheit dient. Zudem besteht die Möglichkeit, neue Stadt- und Infrastrukturen sowie neue Mobilitätsangebote kleinräumig zu installieren. Einerseits bietet die Elektromobilität große Einsparpotenziale gegenüber fossilen Antriebsarten, auf der anderen Seite wächst die Bedeutung der Digitalisierung als Treiber für Inter- und Multimodalität in der Mobilität. In der Realität stockt der Transformationsprozess aus systemtechnischen, organisationskulturellen und ordnungspolitischen Gründen, sodass die Erfolge meist hinter den Erwartungen zurückbleiben. Trotz aller Probleme und Konflikte müssen jedoch weiterhin innovative Wege beschritten und bisherige Ansätze stärker miteinander verknüpft werden, um ein zukunftsfähiges Stadt- und Verkehrssystem zu schaffen.

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Stadtquartiere als Inkubatoren für eine Energie- und Mobilitätswende

  • Johannes Aertker,
  • Dirk Wittowsky

摘要

Der politisch forcierte Klimaschutz erfordert eine Dekarbonisierung und massive Reduktion des Endenergieverbrauchs. Um dies zu erreichen, müssen in einem umfassenden Transformationsprozess die Rahmenbedingungen für die Modernisierung der bestehenden Stadt- und Mobilitätssysteme verändert werden. Die Elektrifizierung des Autoverkehrs ist aus Klima- und Energieperspektive unumgänglich. Es wird aber keine Energiewende ohne eine Verkehrs- und Mobilitätswende geben. Der Umbau bestehender Organisations- und Mobilitätsformen ist wie jeder Strukturwandel mit Konflikten verbunden. Das Quartier nimmt eine besondere Stellung ein, da es als Ausgangspunkt individueller Mobilität, kultureller Verbundenheit dient. Zudem besteht die Möglichkeit, neue Stadt- und Infrastrukturen sowie neue Mobilitätsangebote kleinräumig zu installieren. Einerseits bietet die Elektromobilität große Einsparpotenziale gegenüber fossilen Antriebsarten, auf der anderen Seite wächst die Bedeutung der Digitalisierung als Treiber für Inter- und Multimodalität in der Mobilität. In der Realität stockt der Transformationsprozess aus systemtechnischen, organisationskulturellen und ordnungspolitischen Gründen, sodass die Erfolge meist hinter den Erwartungen zurückbleiben. Trotz aller Probleme und Konflikte müssen jedoch weiterhin innovative Wege beschritten und bisherige Ansätze stärker miteinander verknüpft werden, um ein zukunftsfähiges Stadt- und Verkehrssystem zu schaffen.