Einleitung
摘要
Wahrscheinlich kaum eine andere bürokratische Organisation ist so stark beforscht wie etwa die Polizei: Doch warum ist das Interesse der (Sozial-)Wissenschaften an der Polizei und ihren Akteur/innen so groß? Die Polizei bietet sich insbesondere deshalb als Forschungsgegenstand an, da sie als sichtbarster Repräsentant des Staates sowie dessen Gewaltmonopol gilt und insofern „zweifellos zum institutionellen Kernbestand der Gesellschaft“ zählt: Die Bürger/innen begegnen dem „handelnden Staat“ vor allem dann besonders intensiv, wenn dieser – etwa im Rahmen von Verkehrskontrollen oder aber der Anwendung von physischem Zwang – unmittelbar erlebt wird. In puncto ihres Gewaltmonopols unterscheiden sich Polizeiorganisationen schließlich – trotz der bestehenden Gemeinsamkeiten – von anderen bürokratischen Organisationen. Darüber hinaus stellt die Polizei, mit ihren rund 280.000 Vollzugsbeamt/innen, einen der größten Bereiche des öffentlichen Dienstes in der Bundesrepublik Deutschland dar.