Entfremdungspotenzial in Schule
摘要
Trotz zahlreicher Erkenntnisse und Vorschläge aus Wissenschaft und Forschung, wie die Folgen des Klimawandels gemindert werden können, verharren Wirtschaft und Politik weltweit in einer klimaschädlichen Wachstumslogik. In diesem Text wird argumentiert, dass ein Grund für diese Persitenz in der neoliberalen schulischen Praxis liegt. Die Funktion von Schule ist es, Individuen auf das gesellschaftliche System vorzubereiten. In einem neoliberalem System bedeutet dies vor allem, Individuen nach dem Vorbild des homo oeconomicus zu erziehen. Der Konzeption in der klassischen Wirtschaftstheorie nach ist der homo oeconomicus vermeintlich abgetrennt von den reproduktiven Kräften der Natur sowie von der Sorgearbeit. Grundlegend für dieses Subjektmodell ist also eine Trennungsstruktur, die Entfremdungspotenziale in sich trägt. Entfremdung begünstigt wiederum Ausbeutungsverhältnisse, die auch das vorherrschende gesellschaftliche Naturverhältnis prägen und zu Umweltzerstörung und infolgedessen zum Klimawandel beitragen. Schule ist Vermittlerin zwischen System- und Subjektebene und begünstigt durch ihre Einbettung in ein ausbeuterisches Wirtschaftssystem, das zugrundeliegende entfremdete gesellschaftliche Naturverhältnis.