Jenseits von Dualismen. Zu einer Praxisphänomenologie gefühlten Erlebens
摘要
Der Beitrag nimmt das gefühlte Erleben als grundlegende Dimension leiblicher Praxis in den Blick. Diskutiert werden Grundzüge einer praxisphänomenologischen Perspektive, welche das Affektive nicht auf ein reflexives Bewusstseinsphänomen oder einen Körperzustand reduziert, sondern als situative Qualität von Wahrnehmung und Bewegung begreift. Zur Konturierung und Begründung dieser Perspektive werden dualistische Engführungen herausgearbeitet, die sich theoriehistorisch anhand kognitivistischer Emotionstheorien in der Tradition Jean-Paul Sartres und dem physiologistischen Ansatz von William James aufzeigen lassen. Das daran anknüpfende Kernargument lautet, dass dagegen in der Leibphänomenologie Maurice Merleau-Pontys, der Daseinsphilosophie Martin Heideggers sowie dem Pragmatismus John Deweys Begriffsmittel angelegt sind, die es erlauben, das Affektive jenseits von Dualismen als gefühltes Erleben im Tun zu begreifen.